30 Tage Paleo – es ist geschafft!

Gleich vorweg: Ich habe geschummelt. Ich habe Süßigkeiten gegessen, vor allem Schokorigel und Bitterschokolade (85% Kakaoanteil omnomnom). Ich habe es einfach nicht ohne Süßkram ausgehalten und ja, dafür schäme ich mich ein bisschen. Dennoch: 30 Tage lang kein Brot, keine Nudeln, nix vom Bäcker, keine Milch im Kaffee – komplett ohne Ausnahme. Darauf bin ich stolz. Den ganzen Rückblick gibts im folgenden Video zu sehen: 

Für alle, die nicht 5 Minuten lang meinem Gestammel lauschen, sondern lieber mein Geschreibsel lesen wollen, habe ich die Pros und Contras hier zusammengefasst:

+ Keine Nachmittagstiefs: Ich fühle mich ohne Probleme 10 Stunden am Stück wach und konzentriert

+ Alles, was ich gekocht habe, war verdammt lecker. Kein wenn und aber.

+ Meine allgegenwärtigen Hautprobleme haben sich extrem verbessert.

+ Ich stand viel öfter in der Küche und habe das getan, was ich gerne tue: Kochen.

+ Abgenommen hab ich auch noch.

+ Ich weiß genau, was in meinem Essen drin ist – keine stark verarbeiteten Lebensmittel mit tausend ominösen Inhaltsstoffen.

 

– Heißhunger! Mein Verlangen nach süßen Sachen war während der 30 Tage viel schlimmer als sonst.

– Der Aufwand! Jede Mahlzeit akribisch planen, die Tupperdose immer mit dabei, aber noch viel nerviger: Nie mal eben was essen gehen, mal eben was beim Bäcker holen etc.

– Paleo = Kein Verzicht? Quatsch. Man ist, was die Auswahl der möglichen Nahrungsmittel angeht, schon sehr eingeschränkt.

– Foodshaming at its best: JEDER schaut dich schief an. Die Veganer/Vegetarier sowieso, aber auch alle anderen machen am laufenden Band dumme Bemerkungen und erzählen dir, wieso das alles Bullshit ist, was du da tust.

– Der Ethik-Aspekt (den Paleolaner ja so betonen). Wenn wir alle jeden Tag Fleisch essen… Moment, das tut unsere Gesellschaft. Deswegen existiert Massentierhaltung, also unaussprechliches Tierleid. Würden wir alle Fleisch von glücklichen Schweinchen und Kälbchen kaufen, die ihr Leben lang auf grünen Auen herumgesprungen sind, dabei aber unseren immensen Konsum nicht runterschrauben… Na ja, das würde eben gar nicht gehen. „Dann iss doch Fisch“ – ach ja, die Meere stellen ja einen unerschöpflichen Quell an billigen Proteinen dar. Nicht. Und zu sagen „Ich esse gar nicht jeden Tag Fleisch“, sich dann aber jeden Morgen 4 Eier reinzupfeifen – das ist heuchlerisch. Das ist mein größtes Contra-Argument, über das in all den Büchern und auf all den Webseiten nicht gesprochen wird.

Fazit: Trotz der teils gewichtigen Argumente, die für mich gegen Paleo sprechen, werde ich einiges davon in meinen Alltag integrieren. Auf Nudeln, Weizenmehl und stark verarbeitete Nahrungsmittel kann ich gut verzichten. Auch ohne Hülsenfrüchte oder Brot kann ich leben und ich habe einfach gemerkt, dass es meinem Körper gut tut. Trotzdem: Wenn ich unterwegs bin, werde ich sicher mal ein Auge zudrücken und mir das belegte Brötchen gönnen. Was es aber auch in Zukunft nicht geben wird, ist jeden Tag Fleisch oder Fisch.

Bex

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5 Gedanken zu “30 Tage Paleo – es ist geschafft!

  1. Hut ab.Das waren sicherlich eine Meisterleistung.Ich weiss ja wie gerne du deine Schlecks hast.
    Das mit dem Frühstück ist
    gut zu wissen und ich werde das mal probieren,weil ich diese bleierne Müdigkeit ab Mittag zu gut kenne.Das mit der Ethik ist ein wichtiger Aspekt und ich denke es ist wie bei allen Extremen,mit Bio kommt man da nicht weit.
    Aber ja nun ist endlich der Dezember da und ich habe am 1.Advent auch schon reichlich Lebkuchen und Marzipan genossen,es ist wirklich nicht die Zeit für schlechtes Gewissen und Kalorienzählen.
    Also auf ins Schlemmerland der Weihnachtsmärkte mit einem riesen Finale am 24.12. und dann ab ins Fresskoma und die Couch plattliegen.
    Bianca

    • Na ja, wie gesagt: Den Süßigkeiten konnte ich nicht widerstehen 😀 Ich war heute auch wieder auf dem Weihnachtsmarkt und habe Mettwurst und Crêpes in mich reingefuttert (nicht beides gleichzeitig…) – dafür ist diese Jahreszeit da, da hast du völlig recht!

  2. „+ Ich stand viel öfter in der Küche und habe das getan, was ich gerne tue: Kochen.“

    Damit hättest du auch schon mal früher anfangen können xD Ich wäre auch nicht zu kritisch gewesen *hust*

  3. ..Also hier mein Kommentar, auf den du gespannt warst ;):

    Dein Fazit unterschreib ich zu 100% : ich werde viel daraus übernehmen, denn ich hab auch gemerkt, dass es mir ohne Brot, Weckchen etc. viel besser geht – aber ich werde sicherlich wieder Milch/ Yoghurt essen (Was ich leider schon während der 30 Tage gemacht hab *schäm* 😉 )
    Aber toll ist auch, dass ich viele neue Idden habe, was man alles mit Gemüse, Fisch/ Fleisch, Eiern und Obst machen kann – Paleo macht da echt kreativ! 😉

    War echt eine richtig coole Idee on dir, Bex, hat echt Spaß gemacht!!! :* Merci! Lass krachen aufm Weihnachtsmarkt!!! 😀

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