<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Die Marzipanschweine &#187; Essen</title>
	<atom:link href="http://diemarzipanschweine.de/tag/essen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://diemarzipanschweine.de</link>
	<description>Das tägliche Tauziehen zwischen Selbst und Vertrauen</description>
	<lastBuildDate>Sun, 19 Jul 2015 12:05:48 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.2.39</generator>
	<item>
		<title>Kampf der Wegwerfkultur! 15 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung.</title>
		<link>http://diemarzipanschweine.de/kampf-der-wegwerfkultur-15-tipps-gegen-lebensmittelverschwendung/</link>
		<comments>http://diemarzipanschweine.de/kampf-der-wegwerfkultur-15-tipps-gegen-lebensmittelverschwendung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2015 15:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bex]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweinefutter]]></category>
		<category><![CDATA[Einkäufe]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Futter]]></category>
		<category><![CDATA[gegen Verschwendung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Nom]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwendung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://diemarzipanschweine.de/?p=608</guid>
		<description><![CDATA[Ups, die halbe Salatgurke da unten im Gemüsefach hab ich total vergessen. Jetzt ist sie matschig, mehr braun als grün und ihhh, da sehe ich sogar Schimmel. Ab in die Tonne damit. Das passiert mir leider nicht zum ersten Mal. Manchmal gieße ich einen halben Liter Kefir mit Schimmelbelag in den Ausguss oder ich werfe [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ups, die halbe Salatgurke da unten im Gemüsefach hab ich total vergessen. Jetzt ist sie matschig, mehr braun als grün und ihhh, da sehe ich sogar Schimmel. Ab in die Tonne damit. Das passiert mir leider nicht zum ersten Mal. Manchmal gieße ich einen halben Liter Kefir mit Schimmelbelag in den Ausguss oder ich werfe eine Tüte mit Paprika weg, dessen Konsistenz als &#8222;trinkbar&#8220; bezeichnet werden kann. Immerhin bin ich nicht allein: Jedes Jahr werfen wir Deutschen im Schnitt 82 Kilogramm Nahrungsmittel in den Müll &#8211; das entspricht zwei vollen Einkaufswagen, hat einen Wert von ca. 250 Euro und summiert sich auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet auf unglaubliche 6,7 Millionen Tonnen pro Jahr.</strong></p>
<p>Und was schmeißen wir hauptsächlich weg? Gemüse und Obst. Oft ist es aber gar nicht wirklich verdorben. Der Apfel hat Druckstellen, die Banane fiese braune Flecken, die Tomaten sind schon ziemlich matschig. Zack, weg damit. War ja sowieso im Angebot. Sonderangebote &#8211; sie sind einer der beiden Hauptgründe für unsere beschämend hohe Lebensmittelverschwendung. Der andere ist in der Regel falsche Lagerung.</p>
<p>Warum eigentlich keine Verschwendung? Angesichts der extrem niedrigen Lebensmittelpreise in Deutschland und Hungersnöten in anderen Teilen der Welt muss das einfach nicht sein. Bauern verbrauchen für den Ackerbau Wasser und Dünger, das Plastik für Verpackungen wird aus nicht nachwachsenden Rohstoffen hergestellt: Lebensmittelverschwendung schadet somit auch der Umwelt. Und auch wenn es oft billig sein mag: Immerhin schmeißt ihr damit quasi euren sauer verdienten Zaster in die Tonne. Schluss also mit der Verschwendung! Im Folgenden gibts handfeste Tipps und Strategien zu lesen, damit euer Essen da landet, wo es hingehört &#8211; in eurem Bauch.<span id="more-608"></span></p>
<p>1) <strong>Der gute alte Einkaufszettel.</strong> Wahlweise auf dem Smartphone (natürlich gibts auch dafür die passende App), dem Schmierzettel aus der Vorlesung oder dem Notizblockzettel mit dem diskreten Firmenlogo in der rechten, linken und mittleren Ecke. Wer eine Liste mit zum Einkaufen nimmt, spart Geld und Zeit.</p>
<p>2) <strong>Geht nicht hungrig einkaufen! </strong>Läuft man mit knurrendem Magen durch den Supermarkt, sehen sogar Curryking und eingelegte Sardinen auf aus. Zu Hause fragt man sich dann, was zum Teufel einen eigentlich geritten hat.</p>
<p>3) <strong>Planung ist die halbe Miete.</strong> Wann bin ich diese Woche überhaupt zu Hause? Steht am Wochenende ein Besuch bei den Eltern oder der Geburtstag des besten Freundes an, wo man sich ja meist ordentlich vollfuttert? Natürlich wäre ein detaillierter Essensplan für jede Woche ideal, aber ich sehe ein, wenn ihr auf die Arbeit keine Lust habt. Dennoch macht es Sinn, sich (zumindest auf dem Weg zum Supermarkt!) zu überlegen, wie viel man in der kommenden Woche überhaupt benötigen wird.</p>
<p>4) <strong>Auf Vorrat bitte nur Konserven kaufen.</strong> Auch, wenn Äpfel im Sonderangebot sind &#8211; brauchst du wirklich 12 Stück? Schnell verderbliche Ware lieber in kleinen Mengen kaufen &#8211; selbst wenn dir dir Milch mal zwei Tage zu früh ausgeht, du wirst es überleben, oder?</p>
<p>5) <strong>Nutzt die Community!</strong> Auf Plattformen wie <a href="https://foodsharing.de/" target="_blank">Foodsharing</a> kannst du Essen, das du nicht mehr verwerten kannst oder willst, anderen Menschen zukommen lassen. Außerdem eine tolle Möglichkeit, coole Leute kennenzulernen.</p>
<p>6) <strong>Nutzt das Internet!</strong> Für manche ist vielleicht ein Anbieter für <a href="http://diemarzipanschweine.de/ein-halbes-jahr-essen-aus-dem-karton-eine-bilanz/" target="_blank">Kochboxen</a> das Richtige. Generell ist es ja heutzutage einfach, seine kompletten Lebensmittel über das Internet zu bestellen. Interessant ist hier beispielweise der neue <a href="https://www.rewe.de/" target="_blank">Lieferdienst</a> von Rewe.</p>
<p>7) <strong>Nutzt euer Eisfach!</strong> Man kann so ziemlich alles einfrieren (okay, fast alles). Ich kaufe auch gerne einfach TK-Gemüse in handlichen kleinen Kartons. Da ist der Blumenkohl schon geschnippelt und wenn ich zwei Monate keine Lust darauf habe, ist es auch okay.</p>
<p>8) <strong>Kocht mehr davon.</strong> Am nächsten Tag die Reispfanne nochmal aufwärmen ist super, wenn man eh keine Lust hat, jeden Tag zu kochen. Habt ihr es mal übertrieben, könnt ihr ja eure beste Freundin zum Abendessen einladen.</p>
<p>9) <strong>Kauft Obst und Gemüse möglichst einzeln.</strong> Klar ist es bequemer, einfach den Sack voll Möhren in den Wagen zu werfen, als 4 besonders schöne Exemplare einzeln aus dem Korb zu klauben. Aber dafür müsst ihr auch nicht an drei Tagen hintereinander Karottensalat essen.</p>
<p>10) <strong>Geht zu Fuß. Oder fahrt Fahrrad.</strong> <strong>Nehmt die Treppen zu eurer Wohnung.</strong> Wer all seine Einkäufe schleppen muss, statt sie in den Kofferraum zu pfeffern, überlegt sich bei jedem Produkt zwei Mal, ob er es wirklich braucht. Natürlich sehe ich ein, dass das nicht für jeden möglich ist: In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, war der nächste Supermarkt 20 Auto-Minuten entfernt.</p>
<p>11) <strong>Lebensmittel richtig lagern.</strong> Darüber könnte ich einen weiteren ganzen Artikel schreiben und ihr würdet wahrscheinlich oben rechts auf das X klicken. Deswegen <a href="http://eatsmarter.de/ernaehrung/news/lagerung-von-lebensmitteln-im-kuehlschrank" target="_blank">hier</a> eine Übersicht über das richtige Lagern von Lebensmitteln im Kühlschrank.</p>
<p>12) <strong>Frühjahrsputz!</strong> Euren Kühlschrank in die regelmäßige Säuberung der Küche miteinzubeziehen, beseitigt Keime und vermindert das Risiko von verschimmeltem Essen. Außerdem solltet ihr besonders Fleisch, Fisch und Milchprodukte nie uneingewickelt bzw. unabgedeckt aufbewaren, damit keine Keime auf andere Lebensmittel übertragen werden.</p>
<p>13) <strong>Vergesst das Mindesthaltbarkeitsdatum.</strong> Wie der Name schon sagt: Diese Zahl sagt aus, bis <span style="text-decoration: underline;">mindestens</span> wann etwas garantiert gefahrlos essbar ist. Ich habe schon sehr sehr oft Joghurt gegessen, der 2 Wochen &#8222;abgelaufen&#8220; war. Und ich habe kein drittes Auge und auch keine Salmonellenvergiftung bekommen. Probiert das Produkt einfach: Man kann schließlich schmecken, ob Milch sauer oder Wurst schlecht geworden ist. Ausnahmen: Rohes Fleisch (insbesondere Geflügel!), roher Fisch und Eier &#8211; hierbei gilt das sogenannte Verfallsdatum und daran solltet ihr euch in jedem Fall halten.</p>
<p>14) <strong>Macht was anderes draus!</strong> Okay, okay, in Sachen Obst bin ich echt empfindlich. In große braune Flecken an Bananen kann ich einfach nicht reinbeißen. Deswegen werfe ich sie lieber in den Smoothie, schnipple sie in den Haferbrei oder backe Bananenmuffins. Funktioniert übrigens auch mit Äpfeln, Nektarinen, Birnen, &#8230;</p>
<p>15) <strong>Make it a challenge!</strong> Fordert Freunde zum Kochduell heraus, bei dem ihr aus dubiosen übrig gebliebenen Zutaten ein wundervolles Drei-Gänge-Menü zaubern müsst. Probiert neue Kombinationen und werdet der nächste Jamie Olliver xD <a href="http://spright.com/healthy-eating/what-to-do-with-leftovers/?cat=healthy-eating" target="_blank">Hier</a> ein paar coole Tipps, was ihr mit übrig gebliebenem Essen leckeres anstellen könnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So, das war es für dieses Mal von meiner Seite. Auch ich arbeite noch daran, all diese schlauen Tipps in die Tat umzusetzen. Ich hoffe, da war der ein oder andere Aha-Moment für euch dabei. Was sind eure besten Tipps gegen Lebensmittelverschwendung? Lasst es mich wissen!</p>
<p style="text-align: right;"><em>Bex.</em></p>
<p style="text-align: left;">Hier noch andere interessante Links:</p>
<p><a href="https://www.zugutfuerdietonne.de/warum-werfen-wir-lebensmittel-weg/wie-viel-werfen-wir-weg/">https://www.zugutfuerdietonne.de/warum-werfen-wir-lebensmittel-weg/wie-viel-werfen-wir-weg/</a> &#8211;&gt; Zahlen und Fakten rund um Lebensmittelverschwendung, außerdem zwei witzige Wissenstets zum Thema.</p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/panorama/reise-leben/verbraucherstudie-wie-viel-lebensmittel-die-deutschen-wegwerfen/4456104.html">http://www.handelsblatt.com/panorama/reise-leben/verbraucherstudie-wie-viel-lebensmittel-die-deutschen-wegwerfen/4456104.html</a> &#8211;&gt; Artikel im Handelsblatt mit vielen weiterführenden Links. So wie hier <img src="http://s.w.org/images/core/emoji/72x72/1f600.png" alt="&#x1f600;" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://diemarzipanschweine.de/kampf-der-wegwerfkultur-15-tipps-gegen-lebensmittelverschwendung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Essen ist nicht unser Feind! Warum wir unsere Einstellung zu Nahrung überdenken sollten</title>
		<link>http://diemarzipanschweine.de/essen-ist-nicht-unser-feind/</link>
		<comments>http://diemarzipanschweine.de/essen-ist-nicht-unser-feind/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2015 11:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bex]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweinefutter]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinkram]]></category>
		<category><![CDATA[entspannt essen]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Essen ist nicht unser Feind]]></category>
		<category><![CDATA[Fanatismus]]></category>
		<category><![CDATA[Foodshaming]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[relax]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://diemarzipanschweine.de/?p=456</guid>
		<description><![CDATA[Eine Konstante zieht sich wie eine riesige Spaghettinudel durch die gesamte Menschheitsgeschichte: Essen (und auch Sex oder die Lust darauf, sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen, anderes Thema für einen anderen Tag). Um wenige Dinge machen wir so viel Aufhebens wie ums Essen. Kochshows, Starköche, Foodporn, Eventcooking und abertausende Blogs zum Thema. Das 21. Jahrhundert scheint [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Konstante zieht sich wie eine riesige Spaghettinudel durch die gesamte Menschheitsgeschichte: Essen (und auch Sex oder die Lust darauf, sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen, anderes Thema für einen anderen Tag). Um wenige Dinge machen wir so viel Aufhebens wie ums Essen. Kochshows, Starköche, Foodporn, Eventcooking und abertausende Blogs zum Thema. Das 21. Jahrhundert scheint in dieser Hinsicht das Zeitalter der Extreme zu sein. Zahllose Experten sagen uns tag ein, tag aus, was wir wann wie zu essen haben und warum alles andere Blasphemie wäre. Einig sind sie sich dabei nicht – jeden Tag tauchen neue besonders schädliche oder besonders gesunde Nahrungsmittel auf. Dabei könnte alles so einfach sein.</strong></p>
<p><span id="more-456"></span></p>
<p><strong> </strong>In den 1980er Jahren fanden Wissenschaftler heraus, dass man sein Herzinfarktrisiko erhöht, wenn man viel Fleisch und wenig Gemüse futtert. Der Schluss lag nahe: Tierische Produkte sind böse! Besonders Eier wurden als  fiese Cholesterin-Bomben verteufelt. Heute weiß man: Eier sind cool. Gesättigte Fettsäuren sind zwar ungesund, die sind im Ei aber nicht übermäßig vorhanden. Aber wer weiß? Vielleicht findet man morgen irgendeine bisher unbekannte Eier-Komponente und schon sind sie wieder out.</p>
<p>In seinem Buch <a href="http://diemarzipanschweine.de/rezension-das-salz-zucker-fett-komplott-wie-die-lebensmittelkonzerne-uns-suechtig-machen/" target="_blank">„Das Salz-Zucker-Fett-Komplott“</a> sagt der Autor Michael Moss, dass Ernährungswissenschaften ein extrem schwammiges und schwieriges Gebiet seien. Welche Prozesse bei der Nahrungsaufnahme im Körper ablaufen, ist noch längst nicht bis ins Detail geklärt. Zahllose Studien widersprechen sich fröhlich und Forscher auf dem Gebiet haben viel zu tun.</p>
<p>Dennoch wird die Zahl der Bücher über „richtige“ Ernährung nur noch von der der Selbsthilfe-Bücher übertroffen. Auf einmal ist jeder ein „Ernährungsexperte“, jeder kann mir genau sagen, wieso ___________ (hier beliebige Ernährungsweise einfügen) das Nonplusultra ist und alles andere furchtbar schädlich und ungesund.</p>
<p><a href="http://diemarzipanschweine.de/wp-content/uploads/2015/02/Food-shaming.png"><img class="aligncenter  wp-image-467" src="http://diemarzipanschweine.de/wp-content/uploads/2015/02/Food-shaming-1024x753.png" alt="Food shaming" width="602" height="443" /></a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Gesunde Ernährung ist simpel!</span></strong></p>
<p>In einem wunderbaren Interview mit der ZEIT regt sich der Mediziner und Ernährungswissenschaftler David Katz darüber auf. Auf die Frage, was er von „Ernährungsfanatismus“ (vegane Crash-Diäten, Nachtschattengewächse sind des Teufels, Juicing ist das neue schwarz, …) halte, sagt er:</p>
<p><em>„Es macht mich wahnsinnig! Stellen Sie sich vor, wir wären uns alle einig, dass die Regeln für gesunde Ernährung simpel sind. Was stünde dann in den Frauenzeitschriften? Und in den Männerzeitschriften übrigens auch. Welche Geschichte würde man den Leuten verkaufen?“</em></p>
<p>Das ist der Knackpunkt. Wäre gesundes Essen simpel, sie könnten alle einpacken „Women’s/Men’s Health“, „Brigitte“, „die Marzipanschweine“ und zahllose Autoren von Diätbüchern. Doch genau das ist gesunde Ernährung: simpel – sagt Katz:</p>
<p><em>„Esst Gemüse, esst Obst, esst Vollkornprodukte, esst keine Fertigessen und übertreibt es nicht mit Zucker, Fleisch und Milchprodukten (…) Die Empfehlung, Gemüse zu essen, wird nicht überholt sein. Wir raten das den Leuten seit über 50 Jahren.“</em></p>
<p>Keiner von euch kann mir erzählen, dass er das nicht schon wusste. Und dennoch: In Sachen Ernährung verabschieden wir uns gerne von unserem gesunden Menschenverstand. Jeder weiß doch eigentlich, dass Süßigkeiten schlecht für Zähne und Figur sind, dass viel Gemüse und ausreichend Bewegung zum Wunschgewicht führen. Trotzdem glauben wir der Werbung, die uns „5 Kilo weniger in 5 Tagen mit der Dr. Dubios Wunderpille“ verspricht. Trotzdem probieren wir Absurditäten wie Kohlsuppen- oder Ananasdiät, Abnehmen im Schlaf oder I-make-you-sexy-dot-com. Wir dämonisieren Nahrung, suchen das Haar in jeder Suppe und verbringen Stunden damit, herauszufinden, ob Tomaten jetzt eher gesund oder eher ein Nachtschattengewächs sind.</p>
<p><strong>Man mache sich klar: Unser Körper braucht Nahrung. Er kann sonst nicht überleben.</strong> Wir, die wir in einem reichen Land leben, haben das unglaubliche Privileg, aus einer Unzahl an verschiedenen Lebensmitteln wählen zu können. Dass wir es uns überhaupt leisten können, je nach Vorliebe (oder Unverträglichkeit) vegan, paleo oder glutenfrei zu leben, das ist ein Geschenk.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Entspannt euch!</span></strong></p>
<p>Okay, wir haben jetzt gelernt: Gesunde Ernährung ist simpel. Für mich ist aber noch ein Punkt von großer Bedeutung. Ich weiß selbst (oder kann es zumindest herausfinden), was mir gut tut und was nicht. Ich habe zum Beispiel absolut kein Problem mit Laktose, vertrage aber Gluten nicht ganz so gut. Vegan ist nichts für mich und von Schokolade bekomme ich Pickel. Möchte ich abnehmen, schaffe ich das am besten, wenn ich wenig Kohlenhydrate esse und auf Süßigkeiten verzichte. Und ich liebe Essen. Die Menschheit hat in dieser Hinsicht echt einige Meisterleistungen verbracht (Man denke an Kuchen. Oder Mousse au Chocolat. Oder Rumpsteak in Pfeffersauce).</p>
<p>Also: Hört auf euren Körper. Er sagt euch in der Regel recht deutlich, was er nicht so gerne mag. Wie soll auch jemand, den ihr nie getroffen habt, der eure Geschichte, euren Lebensstil, eure Krankenakte nicht kennt, aber zufällig ein Buch über die Atkins-Diät geschrieben hat, besser wissen als ihr, was ihr essen sollt?</p>
<p>Versteht mich nicht falsch: Lest das Buch. Lest alle Bücher, die ihr kriegen könnt. Probiert alles aus. Und dann entspannt euch und entscheidet, was am besten für euch ist. Und hört auf mit diesem verdammten Foodshaming. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, was er isst. Niemand hat das Recht, ihn deswegen zu verurteilen. Deswegen werden die Experimente hier im Blog auch nicht aufhören. Ich werde weiterhin mit Essen rumprobieren. Aber entspannt und mit Spaß bei der Sache. Denn Essen ist mein Freund – nicht mein Feind.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Bex</em></p>
<p style="text-align: left;">PS: Lest besagtes Interview, ich habe mich königlich amüsiert und einiges dazu gelernt: <a href="http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/03/gesunde-ernaehrung-essen-gemuese" target="_blank">http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/03/gesunde-ernaehrung-essen-gemuese</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://diemarzipanschweine.de/essen-ist-nicht-unser-feind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
