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	<title>Die Marzipanschweine &#187; Schönheits-OP</title>
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	<description>Das tägliche Tauziehen zwischen Selbst und Vertrauen</description>
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		<title>Beauty DoItYourself</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2014 19:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bex]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweinkram]]></category>
		<category><![CDATA[Body-Modification]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheits-OP]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheitsideale]]></category>

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		<description><![CDATA[Schönheit hat viele Gesichter. Die Kassiererin mit dem Lächeln schöner als das der Mona Lisa, der Postbote mit den Augen wie aus flüssiger Schokolade oder das Kind mit den Zähnen spitz wie ein Piranha … Jeder definiert Schönheit anders, aber die wirklich großen Unterschiede finden sich erst, wenn man etwas herauszoomt und einzelne Kulturen miteinander [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schönheit hat viele Gesichter. Die Kassiererin mit dem Lächeln schöner als das der Mona Lisa, der Postbote mit den Augen wie aus flüssiger Schokolade oder das Kind mit den Zähnen spitz wie ein Piranha …</strong></p>
<p>Jeder definiert Schönheit anders, aber die wirklich großen Unterschiede finden sich erst, wenn man etwas herauszoomt und einzelne Kulturen miteinander vergleicht. Die einen <a href="https://www.google.nl/search?q=traditional+head+deformation&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;sa=X&amp;ei=_QNlVIGdCoOtPanIgfAM&amp;ved=0CAgQ_AUoAQ&amp;biw=1366&amp;bih=667" target="_blank">deformieren</a>, die anderen <a href="https://www.google.nl/search?q=traditional+piercings&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;sa=X&amp;ei=IwRlVKrQCoTkO56SgYgF&amp;ved=0CAgQ_AUoAQ&amp;biw=1366&amp;bih=667" target="_blank">perforieren</a> und die nächsten<a href="https://www.google.de/search?q=traditional+scarification&amp;safe=off&amp;espv=2&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;sa=X&amp;ei=SQxlVKyKFsLLO5rVgeAN&amp;ved=0CAYQ_AUoAQ&amp;biw=1366&amp;bih=667" target="_blank"> skarifizieren</a> (ja, es gibt einen Fachbegriff für vernarben).</p>
<p>Am stärksten ausgeprägt findet man solche Körperkulte in abgelegenen Gegenden. Die „Hinterwäldler“ dort geben sich für uns seltsam anmutenden Schönheitsidealen hin und verkrüppeln ihre Körper. In unzähligen Kulturen gibt es Piercings, Tattoos oder dauerhafte Verformungen des Körpers, doch der „hinterwäldlerischste“* aller Kulturkreise praktiziert all das auf einmal: Die USA!</p>
<p>Aber lange bevor die Amerikaner anfingen, ihre Körper dauerhaft zu verändern, existierte schon weltweit eine Technik der künstlichen Verschönerung, die wohl gleichzeitig der stärkste Eingriff in die Entwicklung des menschlichen Körpers ist: das Verformen <span id="more-272"></span> des Kopfes durch Abbinden oder Einklemmen**. Die ältesten Belege stammen aus dem Neandertal und sind ca. 60.000 Jahre alt. Doch man findet es überall auf der Welt: von Peru über Guatemala, Papua-Neuguinea, Bayern bis hin zu den Mangbetu in Afrika.</p>
<div id="attachment_270" style="width: 426px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://diemarzipanschweine.de/wp-content/uploads/2014/11/head.png"><img class="wp-image-270" src="http://diemarzipanschweine.de/wp-content/uploads/2014/11/head-682x1024.png" alt="head" width="416" height="625" /></a><p class="wp-caption-text">Mangbetu Frau im Kongo</p></div>
<p><strong>So schön wie die anderen</strong></p>
<p>Die moderne Gesellschaft ist nicht nur ein Schmelztiegel der Kulturen, sondern auch der kulturell geprägten Schönheitsideale. Die verschiedensten Eindrücke aus aller Welt prasseln auf uns ein (danke liebes Internet), und so manch einer findet Gefallen an uralten Traditionen der ein oder anderen Volksgruppe.</p>
<p>Es gibt verschiedene Gründe für die Entstehung dieser sehr unterschiedlichen Schönheitsideale. Ein ausschlaggebender Punkt ist das Nachahmen des Umfelds, Kulturkreises oder selbst der Tierwelt.</p>
<p>In Teilen von Afrika beispielsweise werden raubtierartig spitze Zähne als sehr attraktiv angesehen. Das führt dazu,dass sich die Heranwachsenden des Aka-Stammes ihre Zähne mit Hilfe von Messern und schweren stumpfen Gegenständen unter größten Schmerzen zurechtfeilen.</p>
<div id="attachment_269" style="width: 508px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://diemarzipanschweine.de/wp-content/uploads/2014/11/teeth.jpg"><img class="wp-image-269" src="http://diemarzipanschweine.de/wp-content/uploads/2014/11/teeth-1024x682.jpg" alt="teeth" width="498" height="331" /></a><p class="wp-caption-text">Frau mit angespitzten Zähnen in Papua-Neuguinea</p></div>
<p>In China standen nicht die Zähne, sondern die Füße auf der Liste der zu verbessernden Körperteile: Da von frühzeitlichen Dichtern ein besonders erotischer Gang bei Frauen mit dem Trippeln von Käfern verglichen wurde, ließen sich ab dem sechsten Jahrhundert n. Chr. chinesische Frauen die Füße brechen und „zusammengefaltet“ einbinden, um möglichst kleine Füße zu bekommen, auf denen sie dann genau so sexy dahintrippelten wie die Käfer aus der Poesie.</p>
<p>In vielen Teilen der Welt will man natürlich immer das haben, was der andere hat. Blaue Augen als Araber, einen Afro als Skandinavier oder europäisch aussehende Augen als Asiate. Moderne Arten der künstlichen Modifikation reichen von Falten unterspritzen über (Brust-)Implantate bis hin zur Augenlid-Operation. So wollen die Menschen z.B. einer Barbie ähnlicher sehen oder so große und unschuldige Augen bekommen wie eine Manga-Schönheit.</p>
<p><strong>Schöner durch Löcher?</strong></p>
<p>Mit dem Piercen kommt man zu einem eher verbreiteten Phänomen. Anscheinend scheint es der Menschheit Spaß zu bereiten, sich Gegenstände durch die verschiedensten Körperteile zu stecken. So findet man Piercings in panamaischen Volksgruppen, bei den Indern und sehr vielen Ureinwohner-Stämmen überall auf der Welt. In seltenen Fällen nimmt das Piercen extreme Ausmaße an. Das Dehnen von Piercings ist weltbekannt durch Bilder von geweiteten Ohrlöchern und getellerten Lippen, wobei letzteres den Vorteil bietet, sein Geschirr immer mit dabei zu haben (obwohl das bei so manchem Ohrloch auch schon möglich wäre). Aufgrund dieser Löcherwut ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass man die ersten Piercings schon auf 2800 v. Chr. datiert.</p>
<div id="attachment_271" style="width: 526px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://diemarzipanschweine.de/wp-content/uploads/2014/11/scars.jpg"><img class="wp-image-271" src="http://diemarzipanschweine.de/wp-content/uploads/2014/11/scars-682x1024.jpg" alt="scars" width="516" height="775" /></a><p class="wp-caption-text">Afrikanische Frau mit getellerter Lippe und Skarifizierung</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Schön bis unter die Haut</strong></p>
<p>Fast dreimal so alt wie das Piercen ist die Tradition des Tätowierens und es ist sicher dreimal so verbreitet. Schaut man sich in den verschiedenen Kulturen um, findet man so gut wie überall eine Tradition, bei der Farbe unter die Haut gestochen wird (selbst bei den sonst eher spießigen Christen).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ihr merkt schon: Schönheit ist alles andere als ein universeller Wert. Seit Entstehung der Menschheit wird sie von unterschiedlichsten Kulturkreisen auf unterschiedlichste Art und Weise interpretiert. Also: Wenn ihr das nächste Mal jemanden seht, den ihr als hässlich empfindet, fragt euch doch mal, ob das vielleicht einfach die Ausprägung eines anderen Schönheitsideals ist. Für jemand anderes mag diese Person der schönste Mensch der Welt sein.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Dominik</em></p>
<p><strong><strong> </strong></strong></p>
<p>*Eine kleine Anspielung auf das Wort Hinterwäldler weil: Herkunft: Lehnübersetzung im 19. Jahrhundert von englisch &#8222;backwoodsman&#8220;; ursprünglich benutzt für nach Amerika ausgewanderte Personen.</p>
<p>**Wie bei den Käfer-Füßen, den raubtierartigen Zähnen und den „europäisierten“ Augenlidern entstehen Schönheitsideale oft aus der Beobachtung des Umfelds heraus. Woher kommen dann diese langen Köpfe? Vielleicht weiß ET ja die Antwort <img src="http://s.w.org/images/core/emoji/72x72/1f609.png" alt="&#x1f609;" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Aber wenn ihr nicht zu ET nach Hause telefonieren wollt, dann antwortet euch André Kramer darauf :<a href="http://www.mysteria3000.de/magazin/der-kult-der-schadeldeformationen/"> http://www.mysteria3000.de/magazin/der-kult-der-schadeldeformationen/</a></p>
<p>Und nochmal was zu lesen über übertriebene Schönheitsideale in Amerika: ein sehr interessanter Artikel über die Nacirema von Horace Mitchell Miner: <a href="https://sites.google.com/site/tribalrituals/nacirema">https://sites.google.com/site/tribalrituals/nacirema</a></p>
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		<title>Das Volk will Jugend? Gebt ihnen Schönheits-OPs!</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Oct 2014 10:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Bex]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweinkram]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin ja nicht so bewandert in Sachen Promi-News. Wenn mich jemand fragt „Findest du das eigentlich okay, dass Brangelina jetzt geheiratet haben?“, dann gebe ich milde erstaunt zurück „Die haben geheiratet?“ Diese Sache mit Renée Zellweger ist deshalb auch an mir vorbei gegangen, bis ich zufällig auf einen Artikel gestoßen bin, der das Ganze [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich bin ja nicht so bewandert in Sachen Promi-News. Wenn mich jemand fragt „Findest du das eigentlich okay, dass Brangelina jetzt geheiratet haben?“, dann gebe ich milde erstaunt zurück „Die haben geheiratet?“</strong></p>
<p><strong>Diese Sache mit Renée Zellweger ist deshalb auch an mir vorbei gegangen, bis ich zufällig auf einen <a href="http://waterfordwhispersnews.com/2014/10/22/woman-faces-media-ridicule-after-attempting-to-conform-to-medias-beauty-standards/">Artikel</a> gestoßen bin, der das Ganze kurz erklärt, sich über einen dummen Tweet lustig macht und den Vergleich zu Michelle Pfeiffer, Meg Ryan und Julia Roberts zieht. Diese Schauspielerinnen bekommen offenbar jetzt, da sie die 40 überschritten haben, viel weniger Rollen angeboten.</strong></p>
<p><span id="more-218"></span></p>
<p>Und ich dachte: „Meg Ryan, diese extrem sympathische coole Frau, die hat sich ja wohl nicht operieren lassen?!“. Google. Bildersuche. Meg Ryan. Meine Kinnlade auf dem Boden. Ich erkenne sie nicht wieder. Und alle machen sich auch noch über sie lustig. Oder regen sich auf. Wobei sich das bei Meg Ryan ja mittlerweile gelegt hat. Jetzt ereifern sich die Medien über die gute Frau Zellweger und zwar nicht nur die BILD.</p>
<p>Klar sind die Damen selber schuld. Immerhin haben sie sich freiwillig unter das Messer des Chirurgen ihres Vertrauens gelegt. Aber warum fragen alle nur, was mit diesen Frauen nicht stimmt? Warum fragt sich keiner, was mit der Gesellschaft nicht stimmt? Ich weiß, ich weiß: Jetzt klinge ich wie eine verbitterte Emma-Abonnentin, die Fencheltee schlürfend auf dem Sofa sitzt und einen Beschwerdebrief an die Süddeutsche schreibt, weil in diesem einen Artikel „Professor“ statt „Professorx“ stand. Scheiß drauf. Zellweger, Ryan und Co. tun mir leid. Ich kann nicht umhin, sie ein bisschen dafür zu verachten, was sie ihrem Äußeren in ihrem Jugendwahn angetan haben. Dennoch tun sie mir überwiegend leid.</p>
<p>Wenn Meg Ryan morgens in den Spiegel schaut, denkt sie dann „Wow, ich sehe super aus. Genau so wollte ich immer aussehen. Hau rein, Meggie, du bist fantastisch und dein Tag wird auch fantastisch“? Wahrscheinlich denkt sie eher daran, dass das Klopapier bald alle ist und sie mal wieder zur Pediküre müsste, aber ihr wisst schon, worauf ich hinaus will. Liebt sie sich jetzt, nach der Generalüberholung ihres einst so hübschen Gesichts, mehr als vorher? Natürlich kann das sein, und ich kann da nur spekulieren. Aber ich bezweifle es ernsthaft. Denn in der Regel kommt und geht Selbstliebe nicht mit dem Aussehen. Dasselbe gilt für Renée Zellweger. Sie wollte um jeden Preis wieder jung und schön aussehen. Und was hat sie davon? Die Welt lacht sie aus.</p>
<p>Sie wollte wieder jung und schön aussehen. Man kann also nicht älter werden und dabei schön bleiben? Ausstrahlung, Selbstbewusstsein, Freundlichkeit, strahlende Augen und ein umwerfendes Lächeln – das alles wird null und nichtig durch ein paar Falten? Krähenfüße, die Nasolabialfalte (googelt das ruhig, die ersten Treffer: Wie man das Ding wegspritzt) und Altersflecken auf den Händen zerstören einen wunderbaren Charakter? Ganz zu schweigen davon, dass die einstigen Hollywood-Lieblinge ja offenbar wirklich weniger Jobs bekommen. Also verschwindet mit aufkommenden Falten auch das schauspielerische Talent?</p>
<p>2010 sagte Renée Zellweger bei der Met-Gala: <em>&#8222;Würdevoll altern ist in Hollywood ein Euphemismus für &#8218;gute Schönheits-OP&#8216;.&#8220;</em></p>
<p>Natürlich denkt sich der geneigte Leser: Quatsch, Meg Ryan hätte die Orgasmus-Szene auch mit Falten super hingekriegt. Und diese Message steckt auch hinter all dem schadenfrohen Gelächter, den Witzen, den fiesen Schlagzeilen und Tweets. Aber es ist ja wohl auch klar, dass sie bei dieser Darstellungsform nicht so deutlich ankommt. Man mag die maskenhaften, glattgeschnittenen Antlitze der Damen abstoßend finden. Aber ein bisschen mehr Respekt würde den Medien nicht schaden.</p>
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